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Sie sind beim schnellen Vorbeifahren

am Wegesrand recht schwer zu unterscheiden: die
Wegwarte und die Malve. Sie blühen im Juni bis September fast gleichzeitig und an ähnlichen Standorten, nämlich Acker - und Wegrändern und zeigen Stickstoff an.

Die Malve

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findet im Alten Testament bereits Erwähnung als Moses einem Fieberkranken Malventee verabreicht. Bis heute ist Malventee ein gerne genommenes Getränk, weniger wegen seiner Heilwirkung,eher wegen seiner Farbgebung in Haustees. Grundsätzlich aber ist Malventee reizlindernd und schleimlösend bei Atemwegserkrankungen. Für Wildbienen sind die Blüten eine gute Pollenweide wie das Foto zeigt.

Malve
Fotos Brü

Die Wegwarte war Blume des Jahres 2009

Wegwarte.JPG

da sie vorallem im Norden Deutschlands relativ selten vorkommt. Sie ist eine Verwandte von Radicchio und Chicoree.In Kriegszeiten haben die Großeltern die Wurzel geröstet und als Kaffeeersatz (Muckefuck) verwendet. Dem Fotografen sei gesagt: Die Blüte ist morgens offen und am Nachmittag wieder geschlossen. Finken picken gerne die Samen im Herbst.

die Nachtkerze...

...in der die Misumena - Spinne

Nachtkerzenblüte mit Spinne (Misuma)
Fotos Brü

nun auf ihre Beute lauert

Kermesbeere (Phytolacca)

Kermesbeere Frucht und Blütenstand

Die Kermesbeere (Phytolacca spec) wird wegen ihrer schönen Blütentraube aber auch der eigenwillig geformten Beeren wegen teilweise als Zierstrauch in Gärten gehalten. Sie verwildert allerdings und siedelt sich häufig an nährstoffreichen,humushaltigen Schuttstellen an. Die schwarzblauen Beeren wurden als Färbemittel für Speisen und Spirituosen verwendet. In der Homöopathie dient Phytolacca als Mittel bei Grippe, Angina und Gelenkrheuma. Für Kinder sind die Beeren wegen ihrer dunklen Farbe attraktiv, die Pflanze enthält aber Alkaloide und seifenartige Inhaltsstoffe, was sie giftig macht (Erbrechen, Durchfall, Krämpfe).

Der Große Klappertopf

Klappertopf.JPG

fällt in den Wiesen auf. Noch steht er in voller Blüte,erst seine reifen Samen klappern - vom Wind geschüttelt - in den dürren Kapseln.

Gewöhnliche Sommerwurz

Orobanche caryophyllacea

schmarotzt an Labkraut
Foto Edith Müller

oder Nelken-Sommerwurz weil sie ganz leicht nach Gewürznelken riecht oder aber auch Labkrautwürger, weil sie parasitisch aus den Wurzeln Assimilate abzieht, die das Labkraut durch Photosynthese gebildet hat.

Die Heilpflanze des Jahres 2019

Johanniskraut (Hypericum)

Johanniskraut

Der vollständige lat. Name H.perforatum bezieht sich auf die eiförmigen Blätter, die durchscheinend punktiert(perforiert) erscheinen. Darin findet sich Spathulenol, ein ätherisches Öl, das immunsuppressive Wirkung haben soll. Zerriebene Blüten färben die Finger rot ("Johannisblut"). Der Stoff Hypericin kommt als Rotöl zur Anwendung. Bei Kontakt mit der Haut kann er diese lichtempfindlich machen und zu Sonnenbrand-ähnlichen Reaktionen führen. Der Name Sonnenwendkraut bezieht sich auf die Blütezeit zur Sommersonnwende um den 21.Juni,oder St.Johanni zum 24.Juni.

Die Giftpflanze des Jahres 2019

Der Aronstab (Arum maculatum)

Aronstab_(1).JPG
Foto Brüning

Der Aasgeruch lockt Fliegen und Mücken an und diese sorgen für die Blütenbestäubung über eine raffinierte Falle in Kesselform. Die Pflanze sollte man besser nicht berühren; vorallen die roten Beeren sind giftig.

Borretsch (Borago officinalis)

Borretsch
Foto Brü

wird wegen des gurkenähnlichen Geschmackes seiner Blätter auch Gurkenkraut genannt. Er stammt ursprünglich als dem Mittelmeerraum und war von der Antike bis ins Mittelalter hinein ein Heilkraut gegen Melancholie und Traurigkeit : "Ich, Borretsch, bringe Freude"(PLINIUS). Vielleicht ist dies auch der Grund, warum man in der Küche seine essbaren Blüten in den Salat streut oder sie, kandiert, als Dekoration für Süßspeisen verwendet. In Wien habe ich ein kleines Geschäft entdeckt, in welchem die Blüten mit Eischnee bestrichen, mit Puderzucker bestreut und anschließend getrocknet werden. So werden sie als Konfekt verkauft. Für die Imker stellt Borretsch eine ausgezeichnete Bienenweide dar, die Verfärbung der Blütenfarbe von Blau nach Rot kann als Indikator für Säure Verwendung finden.

Die Nachtkerze Oenothera biennis

Nachtkerze

ist eigentlich eine Pflanze von Wegesrändern, macht aber auch in einem Garten einiges her wie auf diesem Bild demonstriert wird. Allerdings öffnet sie ihre Blüten langsam gegen Abend und schließt sie wieder im Laufe des frühen Vormittags. Aber allein das Schauspiel des langsamen Blütenöffnens ist es wert sich diese zweijährige Pflanze einmal im Garten zu halten.

Weitere Informationen:

Kontakt

Naturzentrum Kaiserstuhl Bachenstraße 42, 79241 Ihringen Birgit Sütterlin & Reinhold Treiber

Tel. 07668 - 7108 80

Büro: Montag + Donnerstag 10 - 12 Uhr

E-Mail: naturzentrum@ihringen.de

 
 
 
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